Übungen

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"Der Bedürfnistag"

Diese Übung hat die folgenden Ziele:

  • Kennenlernen bzw. vertiefende Kenntnisse über verschiedene Bedürfnisse
  • Sein eigenes Handeln mit den dahinterliegenden Bedürfnissen verbinden
  • Unterscheiden von Bedürfnissen und Strategien
  • Verbindung in der Gruppe
  • fördert das Bewusstsein dafür, wie viele Bedürfnisse erfüllt werden, und damit die Basis für Dankbarkeit

Voraussetzungen:

  • Gruppengröße ist variabel.
  • Grundkenntnisse über Bedürfnisse.
  • Dauer der Übung: 15-30min.

Vorerklärungen:

Alle Gruppenmitglieder repräsentieren eine Person. Wir gehen in Gedanken gemeinsam durch einen Tag und achten darauf, was die Person tut und welche Bedürfnisse sie sich damit erfüllen möchte.
Jedes Gruppenmitglied erzählt ein Beispiel und gibt dann an die nächste Person weiter. Die Handlungen folgen dem Tagesablauf. Je nach Gruppengröße sind die Mitglieder während eines Tages mehrmals an der Reihe.

Beispiel:

Die erste Person beginnt mit morgens in der Früh:
"Der Wecker klingelt um 6.15 Uhr. Ich stelle ihn aus, räkele mich ausgiebig und gähne. Damit erfülle ich mein Bedürfnis nach Verbundenheit zu meinem Körper."
Die zweite Person:
"Nun verspüre ich einen Druck auf der Blase. Ich stehe auf und gehe zur Toilette, um Wasser zu lassen. Damit erfülle ich mein Bedürfnis nach Entleerung."
Die dritte Person:
"Na ja, eigentlich bin ich noch recht müde, aber ich habe da einen Job, den ich gern tun möchte. Da warten eine Menge Leute auf mich. Ich entscheide mich dafür, unter die Dusche zu gehen, um mich selbst zu unterstützen munter zu werden. Damit unterstütze ich mich dabei, mein Bedürfnis nach Sinn zu erfüllen (Arbeit). Ich reinige auch meinen Körper, weil ich nicht nach Schweiß riechen möchte. Damit lebe ich meine eigenen Werte (körperliches Wohlbefinden) und erfülle damit mein Bedürfnis nach Autonomie."
Die vierte Person:
"Ich bin jetzt sauber, munter...und hungrig! Jetzt mache ich mir erstmal ein Frühstück und erfülle mir damit mein Bedürfnis nach Nahrung."
Die fünfte Person:
"Ich schaue auf die Uhr. Inzwischen ist es schon 6.45 Uhr. Ich räume den Küchentisch ab bevor ich das Haus verlasse, weil es mir wichtig ist, in eine aufgeräumte Wohnung heimzukehren. Damit erfülle ich mir mein Bedürfnis nach...? Ja was ist das? Ordnung? Entspannung? Irgendwie nach Unterstützung durch mich selbst, oder? Kann mir jemand helfen?"
...

Die Übung endet mit dem Ende des Tages. --Isabell.peters 01:39, 24. Jun 2006 (CEST)



„Die Macht der Bedürfnisse”

Vier Personen kommen zusammen in einer Kleingruppe und einigen sich auf die Rollen von A,B,C,D.

Person A erzählt etwas aus ihrem Leben, das sie beschäftigt.

Person B hört aufmerksam zu und achtet hierbei auf die sachliche Information.

Person c hört aufmerksam zu und achtet dabei auf die Gefühle, die sie bei A heraushört.

Person D hört aufmerksam zu und achtet dabei auf die Bedürfnisse, die sie bei A heraushört.

Nach fünf Minuten Zuhören beginnen nacheinander die Personen B,C und D mit der Wiedergabe dessen, was sie gehört haben.

In dieser Übung lasst alle Personen einmal in einer Rolle (A,B,C oder D) üben.


Am Ende der Übung fragt in der Rolle der Übungsanleitung, bei welcher Wiedergabe Person A am meisten gedacht hat, dass sie verstanden wurde.

Diese Frage kann man auch schon nach einem Durchgang stellen. Meiner Erfahrung nach, braucht man sie nicht einmal zu stellen, weil es ganz offensichtlich ist. Dann weist man nur noch einmal darauf hin, dass Menschen in Kontakt kommen, wenn man sich auf der Bedürfnisebene begegnet.

Diese Übung ist gerade auch für Anfänger sehr leicht durchzuführen und bringt tiefes eigenes Erfahren.

--Isabell.peters 01:39, 24. Jun 2006 (CEST)


Gefühlskärtchen

Ziele der Übung:

- Gefühlswortschatz erweitern

- eine Dankbarkeitshaltung im Alltag entwickeln

- schafft eine vertrauensvolle Stimmung zu Beginn des Treffens

Dauer: 2-3min pro Person

Schreibe auf Vokabelkärtchen verschiedene Gefühle auf, die wir haben können, wenn ein Bedürfnis erfüllt ist. Lasse zu Beginn der Übungsgruppeneinheit alle TeilnehmerInnen eine oder mehrere Karten ziehen. Gib etwas Zeit, sich mit den Gefühlen zu verbinden. Frage die TeilnehmerInnen, ob sie in der letzten Zeit einmal in einer Situation waren, in der sie sich so gefühlt haben. Wer mag kann darüber in der Runde berichten. --Isabell.peters 01:39, 24. Jun 2006 (CEST)

Übung zur Selbstempathie

Eine Übung in Schriftform, die die Voraussetzung liefert, um sich Selbstempathie zu geben.

- Denke an eine Situation, nach der du dir später Vorwürfe gemacht hast. Schreibe deine BEOBACHTUNG auf.

- Schreib auf, was der/die innere KritikerIn darüber denkt.

- Welches BEDÜRFNIS wolltest du dir mit der Handlung erfüllen?

- Welches BEDÜRFNIS möchte der/die innere KritikerIn damit erfüllen?